Mittwoch 4 Februar 2026

Das neue Erasmus-Plus-Team der Realschule: (Hinten v.li.) Selma Baumgartner, Sandra Köllnberger, Astrid Rosenberger, Ines Geier;

(vorne v.li.) Barbara Wild, Tina Kainzelsperger und Elke Bauer. - Foto: red (PNP)

 

Große Freude bei der Realschule Simbach (Landkreis Rottal-Inn): Die mit viel Aufwand beantragte Akkreditierung für das EU-weite Förderprogramm Erasmus-Plus wurde bestätigt.

Dies eröffnet der Schule Zugang zu einem weitreichenden Netzwerk an Erasmus-Partnern in ganz Europa und Fördermöglichkeiten für Lernaufenthalte für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrkräfte.

Internationale Begegnungen haben an der Realschule bereits Tradition: Ein Schüleraustausch mit der Partnerstadt Tolmezzo gehört seit über zehn Jahren fest zum Schulprofil. Angesichts steigender Reisekosten entschloss man sich, sich nach weiteren Fördermöglichkeiten umzusehen. Schnell rückte Erasmus-Plus ins Blickfeld.

Vorteil: Ausbau bestehender Kooperationen

Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Programm bietet nicht nur verlässliche Unterstützung durch die EU, sondern ermöglicht auch den Ausbau bestehender Kooperationen sowie die Anbahnung neuer Partnerschaften in weiteren europäischen Ländern, teilt die Schule mit.

Das Antragsverfahren war äußerst aufwändig und setzte eine intensive Auseinandersetzung mit den Förderrichtlinien der EU voraus. Davon ließen sich die engagierten Mitglieder des neu gegründeten siebenköpfigen Erasmus-Teams nicht abhalten. Mit großer Begeisterung wurden Ideen entwickelt, Formulierungen gesucht, wieder umgeworfen, neu aufgesetzt und alle Ergebnisse in ein Formular eingetragen.

Am Ende stand ein runder Antrag, basierend auf dem Schulprofil und den Entwicklungszielen der Realschule, gleichzeitig aber mit neuen Akzenten in den wichtigen Bereichen Demokratiebildung und Umwelterziehung. „Die Tatsache, dass sich der Erasmus-Antrag logisch in unsere Zielsetzungen einfügt und von so vielen Stellen begeistert mitgetragen wird, war sicher ausschlaggebend für den Zuschlag“, freut sich Beratungsrektorin Ines Geier, die das Erasmus-Team leitet und sich lange mit den Anforderungen für den Antrag beschäftigt hat.

Austausch mit englischsprachigem Land geplant

Die Begeisterung für europäische Projekte ist indes spürbar an der Realschule. Neben dem etablierten Austausch mit Tolmezzo wurde im September das Erasmus-Netzwerk bereits genutzt, um einen weiteren Schüleraustausch mit einer Schule in der Bretagne in Frankreich zu beginnen. Dank der Förderung kann die Fahrt nun ohne finanzielle Belastung für die Eltern realisiert werden.

Deutsche und französische Schüler bei der gemeinsamen Arbeit an einem Mathe-Projekt. - Foto: red

 

Im nächsten Schritt ist zudem ein Austausch mit einem englischsprachigen Land geplant. Auch hier wurden schon erste Kontakte geknüpft, sodass sich für die Schülerinnen und Schüler bestimmt bald weitere Möglichkeiten ergeben dürften, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und die Regionen, die sie aus ihren Englischbüchern kennen, selbst zu erleben. 

Auch für die Lehrkräfte ergeben sich neue Perspektiven: Mehrere Pädagogen haben bereits Interesse an Fortbildungen und Praktika im europäischen Ausland bekundet, um neue Impulse für ihre Arbeit zu gewinnen. Langfristig sollen möglichst viele Mitglieder der Schulfamilie von den Möglichkeiten des EU-Programms profitieren und so die Schulentwicklung nachhaltig stärken.

Schulleiter Alexander Leibelt ergänzt: „Für unsere Schule ist die Aufnahme in das Erasmus-Plus-Programm nicht nur eine Anerkennung unserer bisherigen pädagogischen Arbeit, sondern sie bietet uns auch neue Chancen für zeitgemäße Bildung und persönliche Entwicklung über die Ländergrenzen hinweg.“

 

Ein gemeinsames Eis darf bei der deutsch-italienischen Freundschaft natürlich nicht fehlen. - Foto: red

 

Quelle: https://www.pnp.de/lokales/landkreis-rottal-inn/realschule-simbach-erhaelt-erasmus-plus-akkreditierung-20454298