Ein besonderer Tag sollte es für die Klassen 9 a und 9 c des Kunstzweigs werden, als sie sich auf den Weg in die Landeshauptstadt machten. Gleich zu Beginn führte die Jugendlichen ein Spaziergang über den Königsplatz, wo sie die beeindruckenden Bauten von Leo von Klenze bewunderten: die Antikensammlung, die Propyläen und die Glyptothek. Dabei blieb es nicht nur beim Staunen, sie identifizierten auch die verschiedenen Säulenformen der Gebäude und konnten ihr im Unterricht erlerntes Wissen direkt anwenden.
Anschließend ging es weiter zur Pinakothek, in der bedeutende Gemälde der Kunstgeschichte zu erkunden waren. Besonders beeindruckend waren das weltberühmte „Selbstbildnis im Pelzrock“ von Albrecht Dürer und die „Madonna mit der Nelke“ von Leonardo da Vinci. Außerdem begegneten die Kunstschüler Werken von Rubens, Raffael, Rembrandt, Murillo und Boucher. Ein weiteres Highlight war das „Schlaraffenland“ von Pieter Bruegel, das für viel Gesprächsstoff sorgte.
Im Untergeschoss besuchten sie eine Sonderausstellung mit Werken der Neuen Pinakothek, die derzeit noch renoviert wird. Hier bestaunten sie Monets „Seerosen“ und Van Goghs „Sonnenblumen“. Besonders spannend war der Vergleich von Gaugins Gemälde „Geburt“ mit einer klassischen Krippendarstellung. Kreativ wurde es, als einige das Bild „Frühstück im Atelier“ als Foto nachstellten und die stimmungsvolle „Riesengebirgslandschaft“ von Caspar David Friedrich skizzierten.
Nach so vielen Eindrücken waren alle zwar müde, aber begeistert. Vor der Heimfahrt stillten die Realschüler ihren Hunger in einem beliebten Restaurant am Karlsplatz. Satt und voller neuer Eindrücke traten sie schließlich die Rückfahrt an. „Es war ein rundum schöner Ausflug, der Kunstgeschichte lebendig gemacht hat und uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird“, war das abschließende gemeinsame Fazit.
