
Man kann durchaus von einer Gala-Show sprechen. Stimmungsvolle Beleuchtung, passende Dekoration, zwei Bühnen und ein gut ausgesteuerter Sound bildeten das Ambiente. Poppig und flott waren die meisten der Liedbeiträge. Und in den etwas besinnlicheren Momenten kamen die Lampen der Smartphones als Ersatz für Wunderkerzen zum Einsatz. Einmal mehr wurde deutlich, dass in der staatlichen Realschule die musikalische Ausbildung eine große Rolle spielt.
Den Auftakt bildete ein festlicher adventlicher Ruf des neu formierten Bläserensembles von der Tribüne herab. Im weiteren Verlauf platzierten sich die 15 Interpreten aus allen Jahrgangsstufen unter der Leitung von Sandra Niebler vor die Bühne und spielten dort „Frosty the Snowman“.

„Schludri Wudri“ ist die erste Besetzung der Schulband. Sie intonierte im Laufe des Abends die Lieder „Winter Wonderland“, „Last Christmas“ von Wham und „Merry Christmas Everyone“ von Shakin’ Stevens. Die zweite Gruppe nennt sich im doppeldeutigen Sinn „The Real Band“ und präsentierte die Titel „Dezember“, „Santa, Tell Me“ und „Merry Christmas“, Letzteres von Ed Sheeran und Elton John. Leiter beider Bands mit insgesamt 26 Musikern und Sängerinnen ist Lehrer Bernhard Grundwürmer, der die E-Gitarre spielt.
Auch die Lehrer, teilweise schon als Instrumentalisten aktiv, bildeten einen Chor. A cappella und mehrstimmig sangen sie das besinnliche „Wir sind Menschen einer Erde“. Der Chor der 5. Klassen, bestehend aus über 50 Schülern und angeleitet von Bernhard Grundwürmer, steuerte zwei mitreißende Lieder bei: „Frieden auf Erden“ und „So könnte es Weihnachten werden“.


Der 30-köpfige Schulchor von „Musik aktiv“ aus den Jahrgangsstufen fünf bis acht wurde teilweise von der Begleitband unterstützt, war aber auch selbst trommelnd im Einsatz. Von ihnen gab es zu hören: „When Our Christmas Bells Are Ringing“, das traditionelle Spiritual „Child Of God“, den groovigen „Engel Rap“ und gemeinsam mit dem Lehrerchor dann noch die Songs „Der Engel“ und das bekannte „An Angel“ der Kelly Family.
Auch andere kreative Köpfe der Realschule brachten sich in das Programm ein. So zeigte die Schulspielgruppe unter der Leitung von Marianne Maierhofer einen weihnachtlichen Sketch. Es ging dabei um eine ungewöhnliche Therapiesitzung, an welcher der Weihnachtsmann, der Osterhase, das Halloween-Monster und ein Engel teilnehmen. Die überirdischen Protagonisten litten sehr unter ihren Aufgaben, ja, zeigten deutliche Symptome von Burnout. Problem war nur, dass sie viel zu wichtig sind, um eine erholsame Auszeit nehmen zu können.

Psychisch gefestigt und agil hingegen präsentierte sich die Tanzgruppe, trainiert von Felicia Schmück-Berg. Sie bot eine moderne Variation des „Tanzes der Zuckerfee“ aus dem Tschaikowsky-Ballett „Der Nussknacker“, kurz und knackig, mit viel Anmut vorgetragen. Dabei erblickt ein Trupp von Zinnsoldaten ein großes Geschenkpaket, das unerlaubter Weise geöffnet wird. Mit dem Erscheinen der Zuckerfee ist das Chaos dann vorprogrammiert.
Alle Darsteller versammelten sich zum großen Finale und sangen bzw. spielten dort gemeinsam „Do They Know It’s Christmas?“, „Sind die Lichter angezündet“ und „Jingle Bells“. Nach Dankesworten von Direktor Alexander Leibelt gab’s als flotte Zugabe noch das allseits bekannte „Feliz Navidad“.


Konrektor Harald Schuster bemerkte in seinen einleitenden Worten, ohne Musik sei die Adventszeit wohl ziemlich trist und dunkel. Die vielen Besucher bezeichnete er als zusätzliche Dekoration und ein Zeichen von Wertschätzung. Auf den „very important Plätzchen“ begrüßte er unter anderem Simbachs 3. Bürgermeisterin Christa Kick, die Bürgermeister Willibald Galleitner und Karl Holböck von Stubenberg und Zeilarn, 3. Bürgermeister Konrad Prinz aus Reut, einige Stadträte sowie Vertreter der umliegenden Schulen, der Banken, der Polizei, des Elternbeirats und Landratsamtes. Die Moderation des Programms übernahmen die Schülersprecher Maximilian Blöchl, Simon Gotzler und Viktoria Poschner.
Genannt seien noch die weiteren Helfer: Viel Aufwand betrieb das große Technik- und Aufbauteam. Für die Dekoration zeichneten verantwortlich: Sylvia Bühler und Petra Öller. Clemens Bauer sorgte für Videoaufnahmen, das Catering im Grainer-Saal organisierte Brigitte Mehlstäubler, die „Charity Kids“ unter Leitung von Yvonne Stadler sammelten Spenden, und Judith Höfler war für die umfangreiche Fotodokumentation zuständig.
Quelle: Franz Gilg, PNP vom 17. Dezember 2025

