Freitag 23 Oktober 2026

Europa erleben, andere Kulturen kennenlernen und über den eigenen Tellerrand hinausschauen – all das ermöglicht das europäische Bildungsprogramm Erasmus+. Als akkreditierte Erasmus+-Schule setzt sich die Realschule Simbach bereits seit einiger Zeit aktiv für den internationalen Austausch ein. Dadurch erhalten ihre Schüler und auch die Lehrkräfte die Möglichkeit, andere Länder, Kulturen und Bildungssysteme kennenzulernen, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und wertvolle persönliche Erfahrungen zu sammeln.

Ein besonders wichtiger Aspekt ist dabei die Chancengleichheit: Dank der finanziellen Unterstützung durch Erasmus+ können auch Kinder und Jugendliche aus einkommensschwächeren Familien an Auslandsaufenthalten teilnehmen. Internationale Erfahrungen sollen schließlich nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.

 

 

Im Rahmen der Erasmus Days, einer europaweiten Aktion, bei der die vielfältigen Möglichkeiten und Erfolge des Erasmus+-Programms im Mittelpunkt stehen, wurde die Schule nun selbst zum Treffpunkt für interessierte und erfahrene Erasmus-Vertreter verschiedener Schularten. Im Mittelpunkt der Informations- und Austauschveranstaltung stand, wie Erasmus+ im Schulalltag erfolgreich umgesetzt werden kann. Dazu eingeladen waren Vertreter von Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien, Fach- und Berufsoberschulen (FOSBOS) sowie Berufsschulzentren.

 

 

Während einige der teilnehmenden Schulen bereits über eine Erasmus+-Akkreditierung verfügen, nutzten andere die Gelegenheit, sich über das Programm zu informieren und erste Anregungen für eine mögliche eigene Akkreditierung zu sammeln.

Den Auftakt gestalteten Ines Geier, Beratungsrektorin und Mitglied der erweiterten Schulleitung, Studienrätin Tina Kainzlsperger und Studienrätin Elke Bauer von der Realschule Simbach. Anhand einer Europakarte veranschaulichten sie die bisherigen internationalen Mobilitäten ihrer Schule und zeigten, welche vielfältigen Möglichkeiten Erasmus+ eröffnet.

Anschließend stellten auch die Lehrkräfte anderer bereits akkreditierter Schulen ihre Projekte und Erfahrungen vor. Besonders interessant war dabei der Einblick in den beruflichen Bildungsbereich: Schüler von Berufsschulen können im Rahmen von Erasmus+ sogar Praktika im europäischen Ausland absolvieren und dadurch wertvolle internationale Berufserfahrungen sammeln.

Schnell entwickelte sich ein reger Austausch: Erfahrungen wurden geteilt, Fragen beantwortet und neue Ideen gesammelt. Dabei zeigte sich, wie wertvoll die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Schularten sein kann.

 

 

Damit der Kontakt nicht mit dem Ende der Veranstaltung abreißt, wurden kurzerhand WhatsApp-Gruppen gegründet und ein gemeinsamer E-Mail-Verteiler eingerichtet. So können sich die Schulen auch künftig gegenseitig unterstützen, Informationen weitergeben und von den anderen profitieren.

Dass Erasmus+ an der Realschule Simbach weit mehr als ein theoretisches Konzept ist, zeigt sich auch an den aktuellen Aktivitäten: Derzeit befinden sich Schüler der 8. Klassen in Irland, wohnen in irischen Familien und wenden ihre Englischkenntnisse im Alltag an.

Neben den zahlreichen interessanten Gesprächen kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Ein besonderes Lob verdiente die Klasse 9c. Mit viel Engagement sorgten die fleißigen Schüler für eine köstliche Verpflegung und trugen damit wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung bei.

„Es ist zwar viel Arbeit, aber es lohnt sich!“ Mit diesen Worten und einem spontanen Applaus wurde zum Abschluss auf den Punkt gebracht, was die Erasmus-Arbeit ausmacht. Vielleicht war die Veranstaltung zugleich der Auftakt für weitere gemeinsame Treffen, bei denen der schulübergreifende Austausch fortgesetzt und die Zusammenarbeit vertieft werden kann.