Am Montag, den 21. September 2026 hieß es für neun Mädchen und fünf Jungen des Französischzweigs der Klasse 9c „Auf in die französische Hauptstadt Paris!“ Begleitet wurden sie auf ihrer fünftägigen Studienfahrt von den Studienrätinnen Barbara Wild und Martina Schön.
Spannende und erlebnisreiche Tage bei herrlichem Spätsommerwetter erwarteten die Reisegruppe. Nach einer fast planmäßig verlaufenen Anreise mit dem ICE und dem französischen Hochgeschwindigkeitszug TGV bezogen die Schülerinnen und Schüler ihr Hotel im Osten der Stadt. Am ersten Abend blieb noch Zeit, die nähere Umgebung zu erkunden und sich nach der langen Fahrt zu stärken. Das Kräftesammeln war wichtig, denn für das dichte Programm der nächsten Tage waren ausgeschlafene Paris-Entdecker gefragt.

Am nächsten Morgen startete die Gruppe voller Vorfreude. Um die weiten Distanzen der Metropole zu bewältigen, nutzte die Klasse ab jetzt für ihre Wege immer wieder auch die Pariser Métro, was für die Jugendlichen ein echtes Abenteuer im geschäftigen Untergrund der Stadt war. Die Bahn brachte die Gruppe zuerst in das historische Viertel Le Marais mit seinen engen, mittelalterlichen Gassen und prächtigen Stadtpalästen. Dort gab es an vielen Hausfassaden und Straßenecken darüber hinaus die bunten, pixelartigen Space Invader Mosaike des berühmten anonymen französischen Street-Art-Künstlers zu bestaunen, die seit Ende der 1990er Jahre das Bild dieses Stadtviertels mitprägen. Zu entdecken gab es auch das Centre Pompidou. Direkt daneben bewunderte die Klasse den Stravinsky-Brunnen, dessen bewegliche, wassersprühende Skulpturen von Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely ein tolles Fotomotiv boten.
Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch das charmante Viertel führte der Weg weiter in Richtung Süden. Auf der Route zum nächsten Ziel durchquerte die Schüler den wunderschönen Jardin du Luxembourg. Dieser im 17. Jahrhundert für Maria von Medici angelegte Prachtpark bot mit seinen weiten Alleen und dem prachtvollen Palast die perfekte Kulisse, um noch einmal tief durchzuatmen, bevor es sprichwörtlich dunkel wurde.

Denn direkt danach ging es vierzig Meter unter die Erde: Dort wartete die geheimnisvolle Welt der Catacombes de Paris. Mit einem Audioguide erfuhren die jungen Besucher Spannendes über die Geschichte der Katakomben. Das weitverzweigte Netz ehemaliger Steinbruchgänge erstreckt sich über rund 300 Kilometer. Ein kleiner Teil davon wurde im späten 18. Jahrhundert zu einem Beinhaus umgestaltet, in dem die Gebeine von Millionen Menschen ruhen. Sie wurden aus überfüllten Pariser Friedhöfen dorthin überführt.
Zurück am Tageslicht war der Dôme des Invalides der nächste Programmpunkt. In dem eindrucksvollen Bau befindet sich das Grab Napoleons, außerdem ist dort das französische Armeemuseum untergebracht. Anschließend waren alle sehr gespannt auf den Tour Eiffel. Schon beim Picknick auf den Champs de Mars entstanden aus der Ferne zahlreiche Erinnerungsfotos. Viele wagten den Aufstieg zu Fuß bis zur zweiten Etage des Eiffelturms und fuhren anschließend mit dem Aufzug ganz nach oben. Bei Sonnenuntergang bot sich ein beeindruckender Blick über Paris. Als der Turm für einige Minuten zu glitzern begann, war die Begeisterung groß. Eine Stunde später freuten sich die Schülerinnen und Schüler darüber, das Glitzern nun auch noch vom Seineufer aus bewundern zu dürfen. Vom belebten Place du Trocadéro aus fuhr die Gruppe schließlich mit der Métro zurück zum Hotel.

Der Mittwoch begann im Louvre, einem der berühmtesten Museen der Welt. Neben dem Besuchermagneten Mona Lisa und der markanten Glaspyramide erkundete die Gruppe die weitläufigen Ausstellungsräume. Während einer Rallye setzten sich die Simbacher gezielt mit ausgewählten Kunstwerken verschiedener Epochen und Regionen auseinander.
Nach einer kurzen Mittagspause im Marais führte der Weg über die Samaritaine zum prachtvollen Rathaus, dem Hôtel de Ville. Nur wenige Schritte weiter ging es zur beeindruckenden Kathedrale Notre-Dame de Paris. Von dort aus stand der Triumphbogen auf dem Programm, nach der Besichtigung erfolgte eine Wanderung entlang eines Stückes der weltberühmten Champs-Elysées. Den krönenden Abschluss des Tages bildete eine Seine-Schifffahrt im Dämmerlicht des Abends, bei der sich viele Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus bewundern ließen. Zur Freude aller zeigte sich der Eiffelturm nochmals im funkelnden Glitzerlicht.
Am vorletzten Tag tauchten die Jugendlichen morgens zunächst in die Welt der Stars und Berühmtheiten ein: Im Wachsfigurenkabinett Musée Grévin begegneten sie zahlreichen französischen und internationalen Persönlichkeiten. Viele nutzten die Gelegenheit für lustige Erinnerungsfotos mit den Figuren. Gleich gegenüber dem Museum erkundeten die Schüler die wunderschöne Passage des Panoramas, in der sich ein leckeres Restaurant ans nächste reihte. Ein idealer Ort zum Mittagessen…
Am Nachmittag stand dann ein echtes Highlight für die Technik-Fans auf dem Plan: Die Klasse erforschte das lebendige Einkaufsviertel Oberkampf im 11. Arrondissement. Das Viertel ist vor allem für seine spezialisierten Computer- und Elektronikläden bekannt. Dieser Zwischenstopp führte insbesondere bei den Jungs zu absoluter Begeisterung: Sie stöberten ausgiebig durch Hardware, Gaming-Zubehör und technische Gadgets, die man zu Hause nicht an jeder Ecke findet.

Vollgepackt mit neuen Eindrücken schlenderten die Schüler anschließend weiter nach Montmartre, in eines der bekanntesten und höchstgelegenen Viertel von Paris. Dort besichtigte die Gruppe die strahlend weiße Basilika Sacré-Cœur, die hoch über der Stadt thront und einen weiten Blick über Paris bietet. Hier gab es am späten Nachmittag auch die Gelegenheit, Straßenkünstler zu beobachten, z.B. einen sehr kreativen Clown, der gezielt die Menschenmassen in seinen Bann zog, aber auch die Maler auf dem Place du Tertre und weitere Künstler.
Am Freitagvormittag trat die Klasse schließlich die wohlverdiente Rückreise an. Nach den vielen gelaufenen Kilometern war es durchaus eine willkommene Abwechslung, nun endlich eine Weile einfach nur im Zug sitzen zu können. Doch alle waren sich einig, als sie in den TGV stiegen: Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen hatten die Schülerinnen und Schüler ereignisreiche und spannende Tage erlebt. Die Fahrt hatte ihnen die französische Kultur und Lebensart auf anschauliche Weise nähergebracht. Und natürlich hatte sich auch immer wieder die Gelegenheit ergeben, das in der Schule gelernte Französisch praktisch anzuwenden.
Paris hat den Französischzweig der Klasse 9c verzaubert, deshalb stand am Ende für alle fest:
„On a découvert Paris, on a beaucoup rigolé et on a créé des souvenirs pour la vie!“
„Wir haben Paris entdeckt, viel gelacht und Erinnerungen fürs Leben geschaffen!“
Weitere Impressionen aus Paris:


