Mittwoch 7 Oktober 2026

Die Städtepartnerschaft zwischen Simbach am Inn und dem italienischen Tolmezzo ist um ein lebendiges Kapitel reicher. Unterstützt durch das europäische Erasmus+-Förderprogramm haben sich 19 Schülerinnen und Schüler der Mittelschule und Realschule Simbach gemeinsam mit den Lehrkräften Sabine Brodschelm (Mittelschule), Elke Bauer und Ines Geier (Realschule) auf den Weg über die Alpen gemacht. In Italien angekommen, stand vor allem eines im Mittelpunkt: die große Freude über das Wiedersehen mit ihren italienischen Partnern. Der Bürgermeister der italienischen Partnerstadt, Roberto Vicentini, hieß die Schülergruppe herzlich willkommen und betonte sofort das 25-jährige Bestehen des Partnerschaftsvereins. Hierbei wurde deutlich, dass der Verein Brücken zwischen den Kommunen baut und Begegnungen wie diese ein unverzichtbarer Bestandteil der Förderung von Demokratie und Toleranz in Europa sind. Demokratie und Toleranz in Europa sind.

 

 

     

 

Auch die beiden Schulleiter Alexander Leibelt (Realschule) und Robert Rogner (Mittelschule) waren vor Ort zu Besuch und unterstrichen die Bedeutung solcher Begegnungen: „Erasmus+ macht Europa für unsere Schülerinnen und Schüler unmittelbar erlebbar. Wenn junge Menschen über Länder- und Sprachgrenzen hinweg gemeinsam lernen, Erfahrungen sammeln und Freundschaften schließen, werden Werte wie Offenheit, Toleranz und gegenseitiger Respekt mit Leben gefüllt.“

 

Bei einem kleinen Volleyballturnier, das ganz im Zeichen der Völkerverständigung stand, wurden die deutschen Gäste mit dieser Sportart vertraut gemacht. Durch das gemeinsame Ausprobieren und Spielen verflogen die letzten Berührungsängste und der Teamgeist wurde über Ländergrenzen hinweg gestärkt.

 

Ein Highlight der Reise führte die Gruppe ins malerische Grado. Bei wunderbarem Spätsommerwetter genossen alle die entspannte Atmosphäre der Stadt, die nun viel weniger Touristen aufwies als in den Sommermonaten. Der Ausflug bot allerdings auch Raum für ein wichtiges europäisches Kernthema: den Umweltschutz. Bei einer gemeinsamen „Rama Dama“-Müllsammelaktion am Strand setzten die Kinder ein starkes Zeichen für ökologische Verantwortung und befreiten die Natur von Plastik und Unrat.

Natürlich durfte ein Unterrichtsbesuch in der neu renovierten Schule vor Ort nicht fehlen. Für die Simbacher war es eine spannende Erfahrung, den italienischen Schulalltag zu erleben, insbesondere die Regeln im Umgang mit digitalen Medien.

 

Ein weiterer Höhepunkt wartete beim Ausflug zur spektakulären Grotta Gigante, der größten Schauhöhle der Welt. Hier erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie lange es dauerte, bis solch eine gewaltige Tropfsteinhöhle entstand, aber auch, wie schnell schon eine einzige Berührung mit dem Finger das Wachstum der Stalagmiten für immer stoppen kann. Die schützenswerte Schönheit der Natur konnte ebenfalls im Schmetterlingshaus von Bordano bestaunt werden. In drei Gewächshäusern, die verschiedene Lebensräume nachbilden, tummelten sich hunderte von freifliegenden Schmetterlingen in den buntesten Farben und Mustern.

 

 

 

Die Kultur kam bei der Reise ebenfalls nicht zu kurz. Beim Stadtbummel durch die Hafenstadt Triest wurde das Aufeinandertreffen der verschiedenen Kulturen – von italienischen über österreichischen bis hin zu slowenischen Einflüssen – sowohl im Stadtbild als auch auf den Speisekarten der Cafés sichtbar.

 

Neben den erlebnisreichen Tagen wartete auf die Kinder wohl das spannendste Abenteuer: Sie verbrachten die Abende direkt in ihren italienischen Gastfamilien, die sie herzlich aufnahmen. Für viele war es ein mutiger Schritt, ganz ohne die Eltern in ein fremdes Umfeld einzutauchen. Doch sie meisterten die Herausforderung großartig und stellten fest, dass Verständigung sogar funktioniert, wenn mal ein Wort fehlt. Diese persönlichen Einblicke hinterließen bei den Schülern bleibende Eindrücke und neue Freundschaften wurden geschlossen.