Dienstag 7 Juli 2026

Vielfältige Ideen und Möglichkeiten zum Austausch für stärkenbewusste Realschulen gab es am 18.03.2026 an der Universität Regensburg. Sie war im Frühjahr Treffpunkt für zahlreiche Lehrkräfte, die an ihren Schulen das KOMPASS-Modell umsetzen.

Mit 65 vertretenen KOMPASS-Schulen von insgesamt 75 am Modell teilnehmenden Realschulen aus ganz Bayern, war dies eine der größten Austauschbörsen, die je stattgefunden hat. Selbstverständlich präsentierte auch die Realschule Simbach am Inn, die seit 2011 KOMPASS-Schule ist, ihre Programme am „Ideenmarktplatz“ nahe des Audimax Regensburg.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit musikalischen Klängen der Big Band der Realschule Regenstauf. Andreas Hoffmann, Ministerialbeauftragter der Oberpfalz, wies im Anschluss in seiner Begrüßung darauf hin, wie nachhaltig das KOMPASS-Programm seit seiner Entstehung (2007) die bayerische Realschule prägt. Auch Ministerialrat Dirk Hampel, Vertreter des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, betonte die massive Bedeutung dieses Netzwerks, gerade weil mittlerweile die Zahl der KOMPASS-Schulen auf 75 herangewachsen ist.

Der äußerst kurzweilig gestaltete Vortrag von Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry mit dem Titel „And I think to myself – what a wonderful world“ bot Einblicke in die Neurowissenschaften und wie man sich diese für Lebensfreude und Motivation gerade auch im System „Schule“ zunutze machen kann. In praxisnahen Übungen machte sie deutlich, dass Lernen gerade dann erfolgreich ist, wenn Menschen ihre eigenen Stärken erleben können – so wie im KOMPASS-Modell angedacht.

 

 

Nach der Mittagspause wurde der Bereich um das Audimax Regensburg in den sogenannten „Marktplatz der Ideen“ umgewandelt. Hier erhielten die zahlreich geladenen Schulen die Gelegenheit, ihre Konzepte und Ideen vorzuzeigen, die sie im Rahmen des Modells „KOMPASS“ an ihren Schulen umsetzen. Die Realschule Simbach am Inn stellte das seit Jahren bewährte Konzept ,,Lernen fürs Leben" in der 8. Jahrgangsstufe vor. Dazu zählen beispielsweise der Schulsanitätsdienst, die Charity-Kids, die Verkehrshelfer sowie fünf weitere Gruppenangebote zählen. Auch zeigten die Verantwortlichen das aufwändig gestaltete und strukturiert organisierte pädagogische Konzept für die 5. Jahrgangsstufe mit Willkommensbrief, Kennenlerntagen in den ersten Wochen an der Realschule, Team-Sitzungen der Klassenleitungen, Mitgehstunden in den Hauptfächern und weiteren Angeboten für die Fünftklässler. Vertreten wurde der KOMPASS-Stand durch die Studienrätinnen Tina Kainzelsperger und Sylvia Bühler. Da KOMPASS vom Austausch lebt, wurden in einigen Gesprächen Ideen aufgenommen, die für eine Adaption und zeitnahe Umsetzung an der Realschule Simbach angedacht sind. In Kursen wie "Glück", MINT, Gesundheit und Ernährung oder einem künstlerischen Profilfach könnten Schülerinnen und Schüler weitere Stärken erproben und finden. Resümee des KOMPASS-Tages ist somit, dass das Teilen von Erfahrungen wertvoll und gewinnbringend für eine nachhaltige Schulentwicklung ist, wovon Kinder und Jugendliche nur profitieren können.