Nach den positiven Erfahrungen aus den ersten Besuchen im Rahmen von Erasmus Plus wurden die nächsten Gäste mit Spannung erwartet. Für die Woche vor den Pfingstferien hatten sich zwei Lehrer aus dem französischen Le Mans angekündigt, die für fünf Tage am Unterricht, aber auch an verschiedenen außerunterrichtlichen Aktivitäten teilnahmen. Mit ihrer offenen und freundlichen Art konnten sie schnell Kontakte im Kollegium knüpfen und so entstanden viele Gespräche über verschiedene Schulsysteme, unterschiedliche Voraussetzungen, gemeinsame Herausforderungen – kurz über Schule hier und in Le Mans. Doch auch bei den Schülern konnten die beiden Kollegen punkten und eine Französisch-Klasse wünschte sich direkt, dass die Muttersprachler eine Unterrichtseinheit übernehmen sollten. Diesem Wunsch kamen die beiden gerne nach und auch in anderen Klassen wirkten sie im Unterricht mit, ob beim Lesetraining im Französisch Anfangsunterricht oder beim Vortrag über ihre Schule und Region in den Fächern Geografie und Englisch. Natürlich wollten die Gäste auch unsere Region und Kultur kennenlernen. Dies geschah bei Ausflügen nach Burghausen und zum Braunauer Wochenmarkt. Zum Abschluss durften die beiden sogar noch beim Festzug zur Eröffnung der Pfingstdult teilnehmen – ein Highlight für die beiden Lehrkräfte aus dem Nachbarland. Entsprechend begeistert fiel das Feedback aus: Sie bedankten sich ausdrücklich für den herzlichen Empfang durch die ganze Schulfamilie und hoben das ungemein positive Klima an unserer Einrichtung hervor. Diese Einschätzung von außen bedeutet für uns eine wertvolle Bestätigung unserer Arbeit.
Gleich nach den Ferien folgte ein weiterer Besuch, diesmal durch eine Gruppe mit 17 Schülerinnen und Schülern und zwei Lehrkräften aus unserer Partnerstadt Tolmezzo. Die Besucher vom Istituto Tecnico wollten einige Schulstunden bei uns hospitieren und auch sie zeigten sich begeistert vom lebendigen, aber dennoch sehr geordneten Unterricht an unserer Schule. Für unsere Schülerinnen und Schüler bot sich wiederum die Möglichkeit, ihre Fremdsprachenkenntnisse auszutesten und vor allem auch den Wert des Sprachunterrichts zu erkennen.
Als nächste Erasmus-Maßnahme steht nun die sogenannte „Schülergruppenmobilität“, also die Fahrt zum Schüleraustausch nach Le Faouet in der Bretagne, an. Der Bericht dazu folgt.

