Dienstag 24 Februar 2026

Im Rahmen der Kooperation zwischen den beiden Schulen besuchten kurz vor den Winterferien alle Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe der Staatlichen Realschule Simbach die FOSBOS Pfarrkirchen. Begleitet wurden sie von ihren Klassenleitern und einem Vertreter der Schulleitung. Nachdem die Beratungslehrerin Frau StDin Christina Berndl bereits eine Woche zuvor den Jugendlichen die Schulart FOS im Rahmen eines Informationsvortrags vorgestellt hatte, war das Ziel dieser Exkursion, die FOSBOS auch in der Praxis kennenzulernen.

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter, Herrn OStD Stefan Weber, erläuterte Frau Berndl den Gästen den Ablauf des Tages. Im Anschluss stellten ehemalige Schülerinnen und Schüler unserer Schule, die kurz vor dem Abschluss der FOS stehen, ihre Schulart aus Schülersicht vor. Sie berichteten über ihre Erfahrungen im Praktikum, der sogenannten fachpraktischen Ausbildung sowie über ihre bisherigen persönlichen Werdegänge und Pläne für ihre berufliche Zukunft. Danach informierten sie kurz über außerunterrichtliche Aktivitäten und Angebote der FOSBOS Pfarrkirchen. Das Ende dieses Blocks bildete eine lebendige Fragerunde. Die Schüler wollten wissen, wie der Übergang von der Realschule zur FOS verlaufen sei, in welchen Fächern sie vor schwierige Herausforderungen gestellt worden wären und wie groß der Lernaufwand im Vergleich zur Realschule sei. In diesem Rahmen nahmen die Ehemaligen den Realschülern die Scheu vor dem Schulwechsel, indem sie erklärten, dass die Umstellung von der Realschule zur FOS relativ sanft verlaufe und selbst ein Wechsel der Wahlpflichtfächergruppe nach dem Übertritt von der Realschule an die FOS gut möglich sei. Das ist unter anderem der Unterstützung durch die Lehrkräfte der jeweiligen Wahlpflichtfächer zu verdanken. Der wichtigste Unterschied der FOS zur Realschule besteht laut Aussage einer Schülerin der FOS 13 darin, dass den Schülerinnen und Schülern der FOS ein höheres Maß an Eigenverantwortung abverlangt werde. Dies geschehe jedoch nicht von Anfang an, sondern mit jeder Jahrgangsstufe zunehmend.

 

Nach einer kurzen Pause standen fünf Workshops aus den Profilfächern der drei Ausbildungsrichtungen Technik, Wirtschaft und Soziales auf dem Programm, wovon jeder Teilnehmer zwei unterschiedliche auswählen durfte. In diesen Sequenzen wurde den Schülerinnen und Schülern auf anschauliche Weise vermittelt, was das Wesen und die Zielsetzung des jeweiligen Zweigs ausmacht.

Der letzte Programmpunkt war ein Vortrag über die fachpraktische Ausbildung (FPA). Das halbjährige Praktikum während der 11. Klasse ist ein Alleinstellungsmerkmal der Schulart FOS. Es findet in zwei Betrieben oder Einrichtungen im zweiwöchigen Wechsel mit Unterricht an der Schule statt. Zum Ende des ersten Habjahres erfolgt der Wechsel an die zweite Praktikumsstelle.  Während dieser Wochen erhalten die Praktikanten einen fundierten Einblick in die Arbeitswelt. Das Praktikum wird durch eine Betreuungslehrkraft der FOS begleitet. Interessant ist dabei, dass die Gesamtnote der FPA im Zeugnis der Fachhochschulreife steht. Auch dieser Teil endete mit einer Fragerunde. Den Schlusspunkt des Vormittags bildete ein gemeinsames Abschlussfoto vor dem Schulgebäude.          

Der Besuch war aus Sicht der Teilnehmer ein voller Erfolg.  Neben vielen Eindrücken erhielten die Neuntklässler einen tiefen Einblick in eine ihnen noch weitgehend unbekannte Schulart. Ihnen wurde von Lehrkräften wie Schülern der FOSBOS die Scheu vor dem hohen Anforderungsniveau genommen, da die FOS/BOS nahtlos auf dem Realschulabschluss aufbaut und mit der Realschule ein gleichsam geschlossenes Konzept darstellt.